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Die Studie „Sensory Processing Sensitivity
(SPS) und Atopie“

Sensorische Verarbeitungsempfindlichkeit – Ursachen von Neurodermitis, Asthma und Allergien verstehen

Neurodermitis, Asthma bronchiale und Allergien gehören zu den häufigsten chronischen Erkrankungen in Deutschland. Millionen Menschen sind betroffen und leiden unter Beschwerden, die den Alltag erheblich beeinträchtigen können. Besonders Neurodermitis – auch atopische Dermatitis genannt – zeigt sich durch schubweise auftretenden Juckreiz, Hautentzündungen, Ekzeme und eine deutlich eingeschränkte Lebensqualität. Auch Asthma bronchiale und allergische Reaktionen wie Heuschnupfen oder Nahrungsmittelallergien stellen für viele Menschen eine große Belastung dar.

Trotz langjähriger Forschung konzentrieren sich viele Behandlungsansätze noch immer auf die Linderung von Symptomen. Medikamente wie Kortison, Antihistaminika oder Immunsuppressiva sind weit verbreitet. Ebenso wird Betroffenen empfohlen, bekannte Auslöser wie Pollen, Hausstaub, Tierhaare oder bestimmte Nahrungsmittel zu meiden. Doch warum erkranken einige Menschen überhaupt an Neurodermitis oder anderen atopischen Erkrankungen, während andere trotz ähnlicher Umweltbelastungen gesund bleiben? Welche Rolle spielt das Nervensystem?

Neue Erkenntnisse rücken die Reizverarbeitung ins Zentrum

Moderne Studien liefern Hinweise, dass nicht allein äußere Faktoren wie Umweltreize oder Allergene ausschlaggebend sind. Vielmehr zeigt sich bei vielen Betroffenen eine sogenannte sensorische Verarbeitungsempfindlichkeit (engl. Sensory Processing Sensitivity, kurz SPS). Damit ist eine verstärkte Empfindlichkeit des Nervensystems gegenüber Sinnesreizen gemeint, die auf eine besondere Funktionsweise der Reizverarbeitung im Gehirn, insbesondere im Zwischenhirn, zurückzuführen ist.

Menschen mit erhöhter sensorischer Verarbeitungsempfindlichkeit verarbeiten Reize – sei es Berührung, Temperatur, Geräusche oder innere Signale – intensiver als andere. In der Folge können selbst alltägliche, schwache Reize zu einer Überlastung des vegetativen Nervensystems führen. Die Reaktion darauf äußert sich häufig über die Haut oder die Atemwege: Die Symptome reichen von Juckreiz, Ekzemen und Hautentzündungen bis hin zu Atemproblemen, Allergiesymptomen und asthmatischen Beschwerden.

Wissenschaftlicher Hintergrund

Dr. med. Peter Liffler und Prof. Dr. Uwe Gieler konnten in einer Pilot-Studie erstmals einen wissenschaftlich nachweisbaren Zusammenhang zwischen Atopie und einer erhöhten sensorischen Verarbeitungsempfindlichkeit feststellen. Diese Studienergebnisse bilden die Grundlage für eine neue Betrachtung von atopischen Erkrankungen, die bisher in dieser Form kaum Beachtung fand.

Statt nur die äußeren Auslöser zu bekämpfen oder die Symptome zu lindern, liegt der Fokus auf der Frage: Wie reagiert das Nervensystem auf Reize? Und: Ist es möglich, diese Reizverarbeitung therapeutisch zu beeinflussen?

Die Systemische Hyposensibilisierung (SHS)

Aufbauend auf diesen Erkenntnissen wurde die Systemische Hyposensibilisierung (SHS) entwickelt. Dieses neuartige Verfahren zielt darauf ab, die übersteigerte Reizverarbeitung zu normalisieren und so die eigentliche Ursache vieler Beschwerden zu adressieren.

SHS unterscheidet sich grundlegend von klassischen Hyposensibilisierungsverfahren gegen Allergien. Während die klassische Form auf spezifische Allergene wirkt, setzt SHS auf die Regulation der generellen Reizverarbeitung im Nervensystem. Erste Erfahrungen zeigen, dass viele Betroffene nach einer SHS-Anwendung über eine deutliche Linderung der Symptome berichten. In einigen Fällen verschwanden Beschwerden sogar vollständig.

Warum eine Studie?

Um diese positiven Effekte wissenschaftlich abzusichern und einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen, führt der Arbeitskreis SHS derzeit eine bundesweite Online-Studie durch. Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen sensorischer Verarbeitungsempfindlichkeit, Neurodermitis, Asthma und Allergien noch genauer zu untersuchen. Die Studie soll helfen, objektive Daten zu sammeln, um langfristig neue Therapieansätze zu etablieren und die SHS als wissenschaftlich anerkannte, erstattungsfähige Behandlungsmethode verfügbar zu machen.

Die Teilnahme an der Studie ist kostenlos, anonym und ohne Risiko. Teilnehmende unterstützen damit nicht nur die unabhängige Forschung, sondern leisten einen wertvollen Beitrag zur Weiterentwicklung von Behandlungsoptionen.

Ihre Unterstützung zählt

Jede Teilnahme hilft, das Verständnis von Neurodermitis, Asthma und Allergien nachhaltig zu verbessern. Mit Ihrer Unterstützung können wir dazu beitragen, dass Betroffene in Zukunft bessere, ursachenorientierte Behandlungsmöglichkeiten erhalten.

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